Graffitis auf ÖBB-Waggons/Bezirk Gänserndorf und Korneuburg

Kriminalitätsbekämpfung
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich

Gesamtschaden über 85.000 Euro

Am 15. März 2018, um 02.38 Uhr, zeigte ein Sicherheitskoordinator der ÖBB auf der Bezirksleitstelle Gänserndorf telefonisch an, dass am Bahnhof Marchegg drei Personen beim Besprühen von ÖBB-Waggons beobachtet worden seien.
Nach kurzer Flucht konnte anschließend ein 26-jähriger slowakischer Staatsbürger in einem Waldstück von Polizisten angehalten und festgenommen werden.
Im Nahbereich des Tatortes wurden von den Tätern zwei Taschen mit Spraydosen weggeworfen. Diese wurden sichergestellt.
Bei der Besichtigung des Tatortes konnten auf zwei Waggons der ÖBB Schriftzüge bzw. Motive festgestellt werden. Die Konzernsicherheit der ÖBB gab auf Anfrage bekannt, dass es bei einem Schriftzug bereits etwa 20 Fakten, bei einem Schriftzug etwa 40 Fakten und bei zwei weiteren Schriftstücken ebenfalls bereits 15-20 Fakten bekannt sind. Die Schadenssumme wird in der Höhe von über 40.000 Euro beziffert.
Der 26-jährige Beschuldigte wurde zum Sachverhalt vernommen, wobei er angab, die beiden weiteren Mittäter in einem Club in Bratislava kennen gelernt zu haben. Er sei gefragt worden, ob er mit nach Österreich fahren wolle, um Graffitis zu sprühen. Er konnte jedoch keine näheren Angaben zu den zwei Mittätern machen, da er diese seinen Angaben zufolge nicht kenne.
Im gegenständlichen Fall werden die Erhebungen fortgesetzt, der 26-Jährige wird an die Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

Am 16. März 2018, um 01.50 Uhr wurde telefonisch auf der Bezirksleitstelle Korneuburg eine Sachbeschädigung durch Graffiti an einer Zuggarnitur der ÖBB im Bereich des Bahnhofes in Stockerau angezeigt.
Beim Eintreffen einer Polizeistreife am Bahnhof Stockerau teilte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der ÖBB mit, dass eine verdächtige Person angehalten werden konnte. Zwei weitere Mittäter konnten unerkannt flüchten. Bei der angehaltenen Person handelt es sich um einen 28-jährigen polnischen Staatsbürger.
Im Zuge der Erhebungen wurde in Erfahrung gebracht, dass der Beschuldigte aufgrund eines Schriftzuges im Verdacht steht, bei weiteren 75 Fakten, (50 ÖBB und 25 Wiener Linien) beteiligt gewesen zu sein. Die derzeit bekannte Schadenssumme beläuft sich auf ca. 45.000 Euro.
Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete die Einlieferung des 28–Jährigen in die Justizanstalt Korneuburg an. Auch hier dauern die Ermittlungen an.